|
Hochzeits
Jubiläen
Hier die Zusammenstellung der mir bekannten Jubiläen der Hochzeiten und dazu passenden
Geschenke.
Weiter unten finden Sie noch einige Sitten und Bräuche
Eine
Erinnerung an jedes Eheversprechen soll die nachfolgende Zusammenstellung
geben. Je nach Region gibt es von dieser Zusammenstellung aber abweichende,
zusätzliche oder verschiedene Benennungen !
In jedem Fall geben sie dem Hochzeitstag eine persönliche, besondere
Bedeutung und sicherlich auch Anlass,
sich an einen der schönsten
Tage im Leben eines Ehepaares zu erinnern:
-
Grüne Hochzeit -
Die erste Hochzeit.
Girlande aus Eibe oder Buchsbaum.
Schmuck: weiße Blumen, Seidenschleifen
*
- 1 Jahr: Papier, Baumwoll-Hochzeit -
Das erste Jahr ist um.
Man schenkt Praktisches, also etwa
baumwollenes Tuch.
*
- 5 Jahre: Rosenhochzeit -
Die Ehe, jetzt ruhig und rund, kann sich über die
Rosen wieder dem Mythos des 1. Hochzeitstages erinnern.
Nach fünf Jahren, wenn das Paar noch keine
Kinder hat:
In unserem Raum auch Ochsenhochzeit
ansonsten Windbeutelhochzeit genannt
*
- 6 1/2 Jahre: Zinnerene Hochzeit -
Die Ehe sollte von Zeit zu Zeit wieder aufpoliert werden.
Geschenke, die dies ebenso brauchen, gibt es ja
zahlreich, über Zinn hinaus.
*
- 7 Jahre: Kupferne Hochzeit -
Die Ehe scheint so beständig zu sein, daß sie
Patina (Altersschmuck) anzusetzen verspricht.
Man schenkt Kupferstücke (alte Pfennige)
als Unterpfand des Glücks.
*
- 8 Jahre: Blecherne Hochzeit -
Die Ehe hat ihren alltäglichen und nutzbringenden
Weg gefunden.
Beliebtes Geschenk sind
Kuchenformen auch Kuchenblech
genannt.
*
- 10 Jahre: Hölzerne Hochzeit -
Es ist schon ein Fest mit Gästen, die den Eheleuten wichtig sind.
Die Ehe scheint Bestand zu haben.
Man schenkt
Beständiges, also etwa Holzschnitzereien.
Und was kann man guten Freunden nicht alles schenken !
Girlande aus Eibe oder Holzspänen.
Schmuck: alles aus Holz
*
- 12 1/2 Jahre: Petersilienhochzeit -
Die Ehe soll grün und würzig bleiben.
Das, was zu diesem Tag an Schmackhaftem
verzehrt wird, bringen die Gäste mit.
Keine Girlande! Die "Braut" trägt
ein
Kränzchen aus Petersilien im Haar.
*
- 15 Jahre: Gläserne oder Kristallene Hochzeit -
Die Ehe soll in den Beziehungen
zwischen Mann und Frau
durchsichtig und klar sein.
Als Geschenk bieten sich
Gläser und Kristall an, denn einiges davon mag in
der Ehe bereits in Scherben gegangen sein.
*
- 20 Jahre: Porzellanhochzeit -
Fest, glänzend und zugleich empfindlich
ist die
Ehe geworden.
Neues Geschirr kann
eingeweiht werden.
Grüne Girlande.
Schmuck: Geschirr, Blumen, Schleifen
*
- 25 Jahre: Silberne Hochzeit -
Die Ehe, die nun ein viertel Jahrhundert
dauert, hat ihren bleibenden Wert unter
Beweis gestellt. Das Fest vereint die
Verwandten, das Jubelpaar
trägt Silberkranz und
Silbersträußchen.
Grüne Girlande.
Schmuck: Schleifen aus Silberpapier,
Blumen, über die Türe eine "25"
*
- 30 Jahre: Perlenhochzeit -
Die Ehejahre reihen sich aneinander
wie die Perlen einer Kette.
Es ist die
Gelegenheit, der Ehefrau
eine neue Perlenkette
zu schenken.
*
- 35 Jahre Leinwandhochzeit -
Wie gute Leinwand hat sich die Ehe als
unzerreißbar erwiesen.
Manches
ist allerdings aufgebraucht;
der Wäscheschrank muß neu
aufgefüllt werden.
*
- 37 1/2 Jahre: Aluminiumhochzeit -
Die Ehe und das Glück waren dauerhaft.
Ein ruhiges Fest der
Erinnerungen
kann gefeiert
werden.
Als Geschenk ist alles das geeignet,
was mit Erinnerungen zu tun hat.
*
- 40 Jahre: Rubinenhochzeit -
Das Fest der Liebe hält und trägt immer noch.
Der Ehering bekommt mit dem Rubin den
Edelstein der Liebe und des Feuers.
Grüne Girlande.
Schmuck: Schleifen, Blumen in Rubinrot
*
- 50 Jahre: Goldene Hochzeit -
Wie Gold hat die Ehe allem standgehalten
und sich als fest und kostbar erwiesen.
Manche Ehepaare wechseln neue Ringe.
Grüne Girlande.
Schmuck: alles aus Goldfolie und
eine goldene "50" über der Türe
*
- 60 Jahre: Diamantene Hochzeit -
Nichts kann die Ehe mehr angreifen,
sie ist unzerstörbar geworden.
*
- 65 Jahre: Eiserne Hochzeit -
*
-
67 1/2 Jahre: Steinerne Hochzeit -
*
-
70 Jahre: Gnadenhochzeit -
*
-
75 Jahre: Kronjuwelenhochzeit -
*
Je
nach Region gibt es von dieser Zusammenstellung
zusätzliche oder verschiedene Benennungen !
Sitten und Bräuche
zur Abrundung zusammengetragen:
Der
Ehering
- als Symbol der Stammeszugehörigkeit bei den Kelten
- im römischen Reich hatten sie die Form einen Schlüssels,
nur die Frau trug einen Ring, der Mann war "schlüsselfrei"
und durfte herumziehen
- für die Alten Germanen war der Ehering der Pfand der Liebe
- seit dem 11. Jahrhundert fand die gegenseitige Ringübergabe statt
*
Polterabend
hier wird der Abschied vom Junggesellen- und Junggesellinnendasein gefeiert.
Hintergrund ist hierbei das Vertreiben von bösen Geistern durch laute
Geräusche.
(z.B. zertrümmern von Porzellan)
*
Das blaue Strumpfband
Was bei der Hochzeitsfeier für die Braut der Brautstrauß ist,
ist für den Bräutigam das Strumpfband.
Er darf es (meist nach Mitternacht) vor den Augen
der versammelten Hochzeitsgesellschaft der Braut abnehmen
und den Junggesellen der Feier zuwerfen.
Dieses Brauchtum kommt ursprünglich aus England,
in Frankreich wird das Strumpfband der Braut versteigert
Nach jedem zusätzlichen Gebot schiebt der Bräutigam den
Saum des Hochzeitskleides ein kleines Stückchen höher.
Nicht nur ein Augenschmaus für alle Hochzeitsgäste,
sondern auch zusätzliches Geld für die
Haushaltskasse des Brautpaares.
*
Hochzeitsstrauß werfen
Nach der Trauung (oder bei der Hochzeitsfeier nach dem Schleiertanz)
wirft die frisch Vermählte den Brautstrauß über Ihren
Kopf
hinweg, inmitten der versammelten Hochzeitsgäste. Wer von den weiblichen
Gästen den Strauß fängt und noch nicht verheiratet ist,
heiratet als nächstes.
*
Ehrenspalier
Freunde, Verwandte, Bekannte, Kollegen, etc. bilden ein Spalier, wenn
diese aus der Kirche oder dem Standesamt treten.
*
Reis werfen
Das Werfen von Reis steht als Zeichen für Fruchtbarkeit
*
Brautentführung (leider immer noch aktuell)
Die Brautentführung ist ein alter Brauch, der die Trennung von den
Eltern
und den Übergang in eine neue Lebensgemeinschaft symbolisiert.
Freunde (auf keinen Fall sind die Trauzeuge beteiligt) entführen
die Braut
während der Hochzeitsfeier in ein nah gelegenes Lokal zum Sekttrinken.
Bemerkt der Bräutigam das Verschwinden nicht, so bekommt er einen
Besen
als Braut verkleidet zum Tanzen in die Hand gedrückt. Die Trauzeugen
oder
der Bräutigam suchen die Braut und müssen die Zeche bezahlen.
(Eine Brautentführung gerade bei kleineren Gesellschaften
macht die gute Stimmung oft zunichte !)
*
Über die Schwelle tragen
Eine für mich sehr romantische Sitte ist das Tragen der Braut über
die eigene
Türschwelle. Der Ursprung dieses Brauches ist der Glaube, dass böse
Geister unter der Türschwelle des Hochzeitshauses wohnen.
Indem die Braut getragen wird, können die Geister ihr nichts anhaben.
*
|